Huri

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Bei den Huris handelt es sich nicht, wie sehr oft fälschlicherweise angenommen, um Huren, sondern um Jungfrauen, die den islamischen, männlichen „Seligen“ als Belohnung im Paradies beigegeben werden. Die Huris sind Frauen des Paradieses, dem Koran nach, handelt es sich um äußerst aufreizende Damen, die beeindruckende große Augen haben sollen. Mit Huren haben Huris schon deshalb nicht viel gemeinsam, weil sie allesamt Jungfrauen sind. Laut dem Koran ist eine Huri von blendender Schönheit. Eine Frau, die mit Rubinen und Korallen verglichen wird.

Sind es wirklich 72 Jungfrauen

Die Huris stehen in unbegrenzter Zahl für die gläubigen Männer des Islam bereit. Die oft erwähnte Zahl 72 hat eher eine mystische Bedeutung und bedeutet soviel wie unbegrenzt oder reichlich. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass sich die Anzahl der paradiesischen Jungfrauen verringert, schon alleine deshalb nicht, weil eine Huri nicht aus Fleisch und Blut besteht, sondern ein Geistwesen ist, das einst eine muslimische Frau war, verstorben ist und im Paradies ihre Jungfräulichkeit und Schönheit zurück bekam. Nach ihrer Umwandlung bleibt eine Huri für alle Ewigkeit jung.

Eine Huri ist ausschließlich ihrem Gatten und Gott bestimmt

Auf ihrer Brust sind der Name Gottes und der Name ihres Gatten, der ihr bestimmt ist, eingeschrieben. Niemand durfte eine Huri berühren. Es heißt, dass sie weder von einem Mensch, noch von einem Dschinn (Geist) berührt wurde. Menschliche Beschwerden sind einer Huri ebenfalls absolut unbekannt. Sie hat beispielsweise keine Menstruationsbeschwerden, natürlich auch nicht die Wehenschmerzen, weil sie ja keine Kinder auf die Welt bringt.

Das Paradies nicht mit weltlichen Augen betrachten

Wer sich vorstellt, im Paradies von den Huris, weltliche Genüsse wie beispielsweise immerwährenden Sex zu erhalten, der mag doch ein wenig enttäuscht werden, weil islamische Philosophen schon erklärt haben, dass das Paradies und die Huris nicht aus irdischen, sondern feinstofflichen Materialien bestehen.