Gebärmutteratresie

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Atresie bezeichnet im Medizinischen einen Verschluss. Im Falle der Gebärmutteratresie betrifft dieser die Gebärmutter oder den -hals. Diese angeborene Anomalie des inneren Geschlechtsorgans führt zur Unfruchtbarkeit. Aufgrund des mangelnden Zutritts zur Gebärmutter ist keine Einnistung einer Eizelle möglich. Neben der angeborenen Atresie kann diese ebenfalls entstehen, wenn nach Ausschabung der Gebärmutter, zumeist nach Abort, Narbengewebe wuchtert und den natürlichen Zugang somit zur Gänze verschließt.
Neben der Gebärmutteratresie gibt es auch andere Verschlüsse, die weiblichen, inneren Genitalien betreffend. Besonders die Scheide ist auf mehrere Arten anfällig für einen Verschluss. Dieser äußert sich vor allem durch ausbleiben der gewohnten Regelblutung. Ursachen hierbei können eine teilweise geschehene Ablösung der Plazenta sein, die durch ihre Fehllage die nach oben gerichtete Scheidenöffnung verschließt. Durch operative Eingriffe kann dies behoben werden, jedoch kann es als Komplikation postoperativ zu neuem Verschluss durch Narbengewebe kommen. Für Atresien bilden auch Karzinome und sich verschlechternde Stenosen eine Ursache. Zystenbildungen können ebenfalls einen Verschluss verursachen. Chronische Entzündungen der Scheide oder der Gebärmutter werden ebenfalls ursächlich benannt.
Oftmals wird die Gebärmutteratresie als eine Möglichkeit der Scheidenatresie diagnostiziert. Dies ist vor allem beim genetisch bedingten Verschluss des Muttermunds der Fall. Bei diesem Krankheitsbild kann im Kindesalter bereits durch eine Scheidenplastik die später entstehende Problematik behoben werden. Im Kindesalter sind zudem Traumata hauptsächliche Ursache des Verschlusses. Hierbei spielt die Prophylaxe und die optimale medizinische Wundversorgung eine entscheidende Rolle.
Wird der Verschluss durch eine bakterielle Infektion und dem damit verbundenen Anschwellen des Gewebes verursacht, können spezielle Antibiotika verabreicht werden. Diese können auch als Vaginalzäpfchen angewendet werden, bergen jedoch das erhöhte Risiko anderer Scheideninfektionen, da ein enormer Eingriff in die natürliche Flora der Vaginaschleimhaut vorgenommen wird. Vaginale Pilzinfekte sind oftmals die Folge.
Wird die Gebärmutteratresie durch Tumore ausgelöst ist die Entfernung derselben erforderlich, sofern dies Infrage kommt. Auch hier bleibt ein Restrisiko des erneuten Verschlusses zurück, da bei jedem chirurgischen Eingriffes Narbengewebe zurückbleibt.