Flagellation

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Flagellation beschreibt allgemein den Prozess der körperlichen Züchtigung. Ein Partner (bzw. eine Partnerin) wird vom anderen geschlagen – beide beziehen aus dem Vorgang ihren sexuellen Reiz. Der Ausdruck Flagellation ist ein eingedeutschtes Lehnswort aus der französischen Sprache. In der eigentlichen Übersetzung bedeutet es „Geißelung“. War früher die Peitsche das klassische „Folterinstrument“ für die Flagellation, so hat sich dies inzwischen geändert. Zum Einsatz kommen ebenfalls der Rohrstock, die Gerte, Paddel, die flache Hand und in einigen Fällen auch „exotische“ Instrumente wie Brennnesseln.

Flagellation: Es geht um Schmerzen, Kontrolle, Erniedrigung und Macht
Oft wird die Geißelung als eine Praktik des BDSM beschrieben, die Sadisten und Masochisten ausüben. Der Sadist beziehe seine Lust durch das Hinzufügen von Schmerzen – der Masochist durch die Qual, heißt es. Obgleich dies nicht falsch ist, so ist es doch verkürzt. Die Flagellation ist in der Regel in ein größeres Spiel eingebunden. Es geht neben den Schmerzen auch um Kontrolle, Erniedrigung und Macht.

Der/ die Sub muss beispielsweise anfangs auf den Knien um die Strafe bitten. So findet eine Erniedrigung statt. Für die Flagellation fesselt der aktive den passiven Partner. Der/ die Sub ist voll und ganz ausgeliefert. Der dominante Part verspürt die volle Kontrolle über den Körper des Sub. Er hat die Macht. Er/ sie bestimmt, wann der Schmerz endet. In den meisten Fällen besitzt der/ die Sub allerdings ein Safeword, mit dem die Flagellation abgebrochen werden kann. Existiert ein solcher Begriff nicht, spricht man auch von Tunnelspielen. Um diesen Aspekt zu verstärken, kann der aktive Part den passiven beispielsweise fesseln.

Sex: Ja oder nein?
Der Prozess der Bestrafung dient in vielen Fällen auch als Vorspiel für Sex. Der passive Part ist beispielsweise über einen Bock geschnallt und wird nach Ende der Schläge vom dominanten Part genommen. In der Szene gibt es allerdings Streit darüber. Viele BDSMler verstehen die Geißelung als Strafe. Sie dürfe nicht mit der sexuellen Erlösung vermischt werden. Andere wollen sich nicht derart einschränken lassen.