Eupareunie

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Lebt und befinde sich ein Paar in perfektem Gleichklang zueinander und harmoniert in allen Lebenslangen, so nennt sich dieser Zustand Eupareunie. Neben gemeinsamen Ansichten und seelischer Übereinstimmung ist dabei auch die gemeinsame Erreichung des sexuellen Höhepunktes gemeint. Das Gegenteil zu dieser Harmonie wird Dyspareunie genannt. Wörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet das Wort Eupareunie „Gut neben dem Bettgefährten“.

Tatsächlich erleben nur wenige Paare gemeinsam den Orgasmus. Das liegt vor allem daran, dass die Vagina der Frau meist mehr Stimulation benötigt, als die bloße Penetration eines Penis. Vielmehr ist das Stimulieren der Klitoris eine gute Möglichkeit, das Erreichen des Orgasmus für die Frau zu erleichtern. Während also ein längeres Vorspiel und etwas mehr Fantasie notwendig ist, um die Partnerin in die Höhen der Leidenschaft entführen zu können, ist der männliche Orgasmus vergleichsweise leicht zu erreichen.

Trotz des Wissens um die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Höhepunkt streben viele Paare nach einem gemeinsamen Orgasmus. Eupareunie scheint ihnen unerlässlich, um ihr eigenes Zusammenpassen als Paar unter Beweis zu stellen. Der konstante Wunsch nach diesem besonderen Gleichklang der Körper kann dabei jedoch zum größten Hindernis in dieser Angelegenheit werden. In vielen Studien ist bewiesen, dass solche Gedanken Stress auslösen. So unter Druck gesetzt ist es fast unmöglich zu entspannen und zu genießen.

Um trotzdem die Möglichkeit auf einen gemeinsamen Orgasmus zu haben, ist eher die Initiative des Mannes gefragt. Fühlt er sich nahe am Samenerguss, sollte er sofort mit der klitoralen Stimulation der Partnerin beginnen. Wurde diese durch ein ausgedehntes Vorspiel vorbereitet, kann sich der Traum eines gemeinsamen Orgasmus durchaus verwirklichen.

Das Streben nach Eupareunie sollte jedoch nicht bestimmend in einer Beziehung sein. Sie ist letztlich kein Beweis für die Zwischenmenschlichkeit im Alltag. Sexuelles Vergnügen ist nicht auf Eupareunie gegründet, sondern die Harmonie zwischen den Partnern beweist sich dann, wenn er sich ausgiebig um ihren sexuellen Höhepunkt bemüht. Wenn die Partnerin sich auf das laszive Spiel einlässt, und die Reize und Impulse zu unerträglichem Verlangen führt, dann ist der Eupareunie Genüge getan.