Erektion

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Unter Erektion ist das Anschwellen der männlichen und weiblichen Schwellkörper in den Sexualorganen zu verstehen.

Bei Frauen liegt ein Großteil der Schwellkörper verborgen, wodruch ihre Erregung nicht so sichtbar hervortritt, wie mein Mann. Beim weiblichen Geschlecht ist vor allem die Erektion der Schamlippen und der Klitoris zu beobachten. Durch Bluteinfluss werden diese praller und berührungsempfindlicher. Diese Empfindlichkeit befähigt zudem zur Fähigkeit auch ohne innere vaginale Reizung allein über Berührungen der Klitoris zum Höhepunkt, dem klitoralen Orgasmus, zu kommen. Zugleich wird im Inneren die Schleimhaut besser durchblutet, sowie die umgebenden Wände. Dadurch erhöht sich die Reizbarkeit bestimmter erogener Zonen, besonders des G-Punkts. Das Schwellkörpersystem der Vagina ist dabei flächenmäßig doppelt so groß, wie das männliche. Die Klitoris selbst, die bei Erektion sichtbar anschwillt und sich versteifen kann, ist nur der kleinste, von außen sichtbare Anteil und ist in etwa der Eichel des Mannes gleichzusetzen.
Die Erektion des Penis hingegen ist deutlich sichtbar und führt zu einem bis zu dreifachen Größenwachstum, je nach Penistyp. Beim Steifwerden, wird die Blutzufuhr in die Schwellkörper erhöht und der gleichzeitige Wiederabfluss blockiert. Diese Füllen sich dabei wie Ballons und schaffen somit ein gesteigertes Volumen und ein Aufrichten des männlichen Geschlechts. Dieses System ist bei Säugetieren eher die Ausnahme. In der Tierwelt ist ein Penisknochen das vorherrschende Element bei der männlichen Erektion. So wird bei Tieren der stets erigierte Penis nur ein- und ausgefahren.

Das Anschwellen und Versteifen des Penis wird meist durch einen reflektorischen Reiz im Rückenmark ausgelöst. Dies geschieht vor allem durch optische Reize, aber auch durch Stimulation erogener Zonen oder Gedanken – das bekannte Kopfkino.
Die Erektion kann jedoch auch mechanisch hervorgerufen werden. Durch Reizung des Penis und oder der Hoden mit Hand oder Mund werden die Schwellkörper ebenfalls gefüllt. Gleiches geschieht bei Reibung oder Reizung des weiblichen Geschlechts, das neben der Erektion der Klitoris und Schamlippen dazu angeregt wird, über die bartholinsche Drüse Gleitflüssigkeit abzusondern. Dies sorgt für den nötigen Gleitstoff für den späteren Geschlechtsakt.