Domina

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Abgeleitet vom lateinischen „Domus“ für Heim, geht der Terminus Domina auf die antike Bezeichnung der Hausherrin oder der Klostervorsteherin zurück. Heutzutage wird der Begriff hauptsächlich im erotischen Kontext benutzt. Innerhalb von BDSM Rollenspielen ist sie die aktive oder führende weibliche Person. Weitere Bezeichnungen für Domina sind Herrin, Domse, Mistress, Femdom Lady oder weibliche Top. Das männliche Gegenstück zu einer Herrin ist der Sado.

Dominante Praktiken

Wer glaubt, dass es sich bei einer dominanten Frau um eine weibliche Peron in Lack und Leder handelt, die mit Rohrstock und Peitsche auf ihre gefesselten Opfer eindrischt, liegt verkehrt. Tatsächlich ist das Spektrum von SM Praktiken breit gefächert. Schon deshalb haben sich viele Femdom Ladys auf bestimmte Rollenspiele spezialisiert. Die folgende Übersicht von Spielarten macht deutlich, wie vielfältig die Obsessionen der devot veranlagten Klienten einer Mistress ist.

– Age Play
– Strapon
– Cock and Ball Torture
– Englische Erziehung
– Bondage
– Verbale Bestrafung
– Doktorspiele
– Ekelspiele
– Facesitting
– Fisting
– Petplay
– Tickling (kitzeln)
– Penispumpen
– Rohrstockerziehung
– Natursekt
– Kaviar
– Spanking
– Trampling
– Lebensmöbel
– Nadelsex
– Flagellation
– Einläufe
– Devotion

Dabei ist diese Aufzählung längst nicht vollständig. So sind aus der Praxis weitere dominant weibliche Rollen bekannt. Dazu gehören zum Beispiel die Jungdomina oder die Geldherrin.

Die Verantwortung einer Domina

Grundsätzlich ist eine Domina die aktive Person in einem Rollenspiel. Sie bestimmt sowohl Hergang als auch Finale einer Session. Darüber hinaus übernimmt sie die Verantwortung für das körperliche Befinden ihres Klienten. Es liegt in ihrer Entscheidung, wie weit eine Bestrafung geht. Schon deshalb muss sich eine Domina auf jede Session vorbereiten. Nur durch ein sogenanntes Safewort kann der Sub (dominierte Person) das Rollenspiel abbrechen. Ansonsten gibt er die Verantwortung für das Rollenspiel komplett ab. Das verlangt von der dominanten Frau ein hohes Maß an Kompetenz und Sachkenntnis, sowohl in biologischer als auch in psychischer Hinsicht. Von daher ist die Ausbildung einer Domina niemals abgeschlossen. Stattdessen kommen mit jedem neuen Spielpartner weitere Anforderungen auf sie zu.