Deprivation (sensorische Deprivation)

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Deprivation bezeichnet einen Zustand, bei dem man auf Sinneseindrücke verzichtet. Bei der sensorische Deprivation sind die Sinneseindrücke des Sexpartner eingeschränkt beim Liebesspiel. Dies kann unter anderem durch das Verbinden der Augen passieren. Es geht hierbei darum die Sinneswahrnehmungen zu schärfen und das Liebesspiel mit den anderen Sinnen intensiver wahrzunehmen.

Sehr beliebt ist es, wenn die Augen verbunden werden, was zum Sehverlust führt. Der Sexpartner ist nun darauf angewiesen über Gerüche, Geräusche und Berührungen das sexuelle Spiel zu erleben. Oft wird vor allem auf den Tastsinn dann gesetzt und viele können durch das Nichtsehen können viel mehr entspannen und genießen. Sie haben nicht das Gefühl, dass sie ständig den Partner beobachten müssen, wie es ihm gefällt und darauf reagieren zu müssen. Außerdem kann man sich besser gehen lassen, da alles überraschend passiert und man nichts vorher sieht. Es ist sehr spannend, die Augen zu verbinden und es gibt inzwischen in vielen Sexshops elegante und hübsche Masken dafür.

Ohrstöpsel oder Schallkopfhörer sorgen für den Hörverlust. Dies ist für viele keine große Einschränkung, da man ja sieht, wenn der Partner stöhnt oder Geräusche von sich gibt. Jedoch kann man sich nun nicht mehr verständigen über die Sprache und so wird mehr ausprobiert, als nachgefragt. Die Verständigung erfolgt über Taten und Ausprobieren und dies gibt neue Reize.

Nasenstöpsel um den Geruch zu hemmen ist auch eine Variante, die aber meist nur sehr geruchsempfindsame Menschen einschränkt. Es wird oft als störend empfunden, da nicht nur der Geruchssinn weg ist, sondern auch das Atmen durch die Nase. Gerade wenn noch Küsse oder Oralverkehr hinzukommen sind Nasenstöpsel eher unpraktisch.

Man kann die verschiedenen Sinne auch gleichzeitig unterbinden und so noch intensiver mit dem Tastsinn wahrnehmen. Vor allem die Haut und die Berührungen werden extremer gespürt und auch der Orgasmus kann intensiver wahrgenommen werden bei der Deprivation. Diese Sexpraktik lehrt einen auch viel von sich selbst kennen zu lernen, welche Sinne man besonders benutzt und für einen wichtig sind. Deprivation kostet ein wenig Überwindung kann aber viel Neues von einem selber und beim Liebesspiel preisgeben.