Cupido

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Das Wort Cupido kommt aus der antiken Mythologie. Bei den alten Römern war es ein anderer, weniger bekannter Name des Liebesgottes Amor. Der Gott wird meist als Knabe verkörpert, der mit Pfeil und Bogen bewaffnet ist und damit auf die Herzen der Menschen schießt. Nach dem antiken Glauben kann niemand dem Angriff dieser Pfeile widerstehen. Cupido ist der Sohn der Venus (Liebesgöttin) und des Mars (Kriegsgott).

Wofür steht Cupido?
Wörtlich übersetzt bedeutet das lateinische Wort so viel wie Begierde oder auch Leidenschaft. Deswegen wird Cupido als Verkörperung der fleischlichen Lust angesehen, während Amor mehr für den Zustand der Verliebtheit oder auch des Verliebens verantwortlich ist. Bis heute gilt ein von einem Pfeil durchbohrtes Herz als Symbol oder Zeichen dafür, dass jemand verliebt ist. Im antiken Glauben schwirrte der Gott unsichtbar durch die Welt und machte sich einen Spaß daraus, wahllos auf die Leute zu schießen. Gegen seine Pfeile schützen keine Rüstung und kein Schild. Schon damals erkannten die Menschen, dass gegen die Liebe niemand gefeit ist.

Cupido in der Erotik
Dort steht der römische Gott als Symbol der Lust. Dafür ist er bestens geeignet, schließlich ist er ja der Sohn der Liebesgöttin. Wenn ein Mann eine attraktive Frau erblickt und für sie sexuelle Begierde empfindet, sagt man, dass er von Cupidos Pfeilen getroffen wurde. Dagegen kann man sich nicht wehren. Lust ist ein natürliches Gefühl, so wie Trauer oder Freude, für das man sich nicht schämen braucht. Trotzdem bedeutet das nicht, dass man es nicht unter Kontrolle halten und beherrschen kann. Die meisten Menschen sind in der Lage, ihre Lust zu beherrschen. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass jemand dazu nicht in der Lage ist. Meist sind es Männer, die von Cupido überwältigt und zu Triebtätern werden. Etwas anderes ist es dagegen, wenn sich Frauen und Männer zu einer Sexparty treffen. Wenn alle damit einverstanden sind, können sie sich miteinander vergnügen und den Launen des Cupido freien Lauf lassen.